Vereinsgeschichte

 

Mit dem Bau der Bleiloch-Saaletalsperre - nach 4-jähriger Bauzeit war am 8. Juni 1932 der Stausee erstmals zu zwei Dritteln gefüllt - entstand ein ideales Wassersportrevier. Über einer Länge von 28 km staute sich jetzt die Saale zwischen Blankenstein im Süden und den Bleibergen bei Gräfenwarth im Norden.

Auf Initiative des Sportfreundes Hermann Ameis – er war damals Sportwart des Lobensteiner Turnvereins 1861 – wurde eine eigene Wassersportabteilung im TV 1861 gegründet.

 

Durch die gütige Befürwortung des reußischen Oberforstmeisters Ritter wurde oberhalb der ehemaligen und versunkenen Mühle Neuhammer den Wassersportlern ein Grundstück pachtweise überlassen. Als erste Unterkunft diente ein alter Eisenbahnwagen. Gleichzeitig wurde ein Zeltplatz angelegt und 80 Bäume gepflanzt.

 

In den kommenden Jahren entwickelte sich ein reges sportliches und geselliges Leben im Landhaus. Es wurden Ruder- und Kanuboote durch viele Spenden der Vereinsmitglieder angeschafft und eine Bootshalle gebaut. Trotz des Krieges sind interne Regatten durchgeführt worden.
Nach dem Krieg waren wenige Vereinsmitglieder damit beschäftigt, das Landhaus zu erhalten und das stark in Mitleidenschaft gezogene Bootsmaterial wieder nutzbar zu machen.

 

Auf Anregung des VEB Sägewerk Lobenstein wurde 1949 die Betriebssportgemeinschaft (BSG) „Georgi Dimitroff“ gegründet. Als erster Vorsitzender ist Betriebsleiter Kurt Seltmann und für die Sparte Wassersport Sportfreund Richard Herzog gewählt worden.
1951 erfolgte die Änderung des Sportvereinnamens in BSG Empor Lobenstein. Die Förderung der BSG war jetzt auf mehrere Lobensteiner Betriebe sowie aus Einnahmen der vom Sportverein ausgetragenen Faschingsveranstaltungen verteilt.
In den folgenden Jahren spezialisierte sich die Sektion Wassersport mehr auf das Rudern, den Bereich Kanu übernahm die BSG Rotation Rosenthal. Als neues Bootshaus diente jetzt eine ehemalige Arbeitsdienstbaracke.

 

Einen sportlichen Aufschwung erfuhr die Sektion Rudern in den 60-er Jahren insbesondere durch die Ausrichtung der 1. DDR-offenen Ruderregatta im Jahr 1967, den Bau eines Bootsanhängers 1968, die Spartakiadebewegung, die Teilnahme an den Ruderertreffen des DDR-Ruderverbandes in Brandenburg und großartiger Erfolge auf vielen Regatten.

 

1980 teilte man die BSG Empor Lobenstein auf 3 verschieden Trägerbetriebe auf. Die Sektion Rudern ist dem VEB Feingußwerk zugeordnet worden und nannte sich nun BSG Stahl Lobenstein – Sektion Rudern. Durch großzügige finanzielle Unterstützung des Feingußwerkes – vertreten durch Betriebsleiter Werner Kohl und Hauptbuchhalter Ernst Grüner – konnte 1982 - pünktlich zur 50-Jahr-Feier des Rudervereines – ein neues Bootshaus eingeweiht werden. Das Vereinsleben und der Sportbetrieb nahmen einen erneuten Aufschwung.

 

Nach der politischen Wende fiel die Unterstützung des Trägerbetriebes weg. 1990 gründete sich der Lobensteiner Ruderverein 1932 e.V. neu, ab 2007 als Bad Lobensteiner Ruderverein 1932 e.V. Dank der Hilfe von Bürgermeister Peter Oppel konnte die ZBE-Bootshalle gekauft sowie eine umfangreiche Erweiterung des Bootshausgeländes ermöglicht werden. Damit waren die Durchführung größerer Ruderregatten und der wirtschaftliche Aufschwung des Vereines in den kommenden Jahren gegeben.

 

Nach dem Brand der Bootshalle ist 2013 eine neue, moderne Bootshalle entstanden.